Etwa 40 bis 50 Spielplätze bauen Uwe Bibow und sein Team Jahr für Jahr für Westfalia Spielgeräte auf. Rechnet man dies auf die vergangenen Jahre 20 Jahre hoch, kommt man auf die unglaubliche Zahl von nahezu 1.000 (!) Spielplätzen. Deutschlandweit ist der 67-Jährige und sein sechs Mann starkes Team unterwegs, von Kiel im hohen Norden bis Kempten im Allgäu. „Wir werden immer angerufen, wenn es sich um komplexe und herausfordernde Montagen handelt“, sagt der gelernte Tiefbauer mit einem Zwinkern. „Aber das ist für uns bzw. unsere Arbeit ja auch eine gewisse Anerkennung.“
Und so war es für Uwe Bibow keine Überraschung, dass vor der Umsetzung des neuen Spielplatzes an der Sommerrodelbahn in Bodenwerder (wir haben euch vergangene Woche darüber berichtet) erneut sein Telefon klingelte. „Bevor wir mit dem Aufbau begonnen haben, war ich aufgrund der Komplexität des Auftrags schon zwei Mal vor Ort, um mir von den Gegebenheiten selbst ein Bild zu machen. Es gibt nämlich nichts Schlimmeres, als auf der Baustelle eine böse Überraschung zu erleben, vor allem wenn man eine Anfahrt von mehr als 400 Kilometern hinter sich hat“, berichtet der Montage-Experte. Zurück in der Heimat Blochwitz – etwa 30 Kilometer nördlich von Dresden gelegen – fertigte Uwe Bibow gemeinsam mit seinen Angestellten eine ausführliche Checkliste an: Maschinen, Material, Werkzeuge. Nach mittlerweile mehr als 30 Jahren in der Branche wird eben nichts mehr dem Zufall überlassen. „Am Ende des Tages tragen wir eine ganze Menge Verantwortung, schließlich steht die Sicherheit der Kinder, die später zu hunderten auf der Anlage spielen, an oberster Stelle“, sagt Uwe Bibow.
Auf die Frage „was ihm und seinen Kollegen bei einer Montage am meisten Spaß macht“, antwortet er kurz, knapp und mit einem Lächeln: „Wenn alles passt“. Herausforderungen gebe es immer, das mache den Job aus und sorge dafür, dass kaum ein Tag und kein Projekt so ist wie das andere. „Manche Sachen sind für uns nach all den Jahren Routine, manche – so wie das Projekt in Bodenwerder – sind deutlich anspruchsvoller.“ Am Ende gehe es aber immer darum, „Auftraggeber und Kunden zufrieden zu stellen – um dann selbst zufrieden die Heimreise antreten zu können“.
An der Sommerrodelbahn in Bodenwerder hat es bis dahin insgesamt etwa 35 Stunden gedauert, in denen inklusive Uwe Bibow sieben Arbeiter vermessen, montiert und betoniert haben. „Jeder weiß was er zu tun hat, und jeder hat seinen Spezialbereich, da brauche ich mich um die Aufgabenverteilung kaum kümmern“, freut sich der 67-Jährige über die Selbstständigkeit seines Teams. Gepaart mit der großen Zuverlässigkeit ist vermutlich auch dies eines der Geheimrezepte, warum das Telefon von Uwe Bibow nach wie vor 40 bis 50 Mal pro Jahr klingelt und er und sein Team zu einem Einsatz der besonderen Art gerufen werden..
